Editorial: sommer.

Sommer ist Ferienzeit. Urlaubszeit. Reisezeit. Der Sommer hat ein anderes Tempo als die restlichen Jahreszeiten. Viele fahren weg. Mit und ohne Kinder. Viele wollen weg. Nicht nur im Sommer. Wegfahren heißt gleichzeitig nicht-daheim sein. Oder? Was macht ein Zuhause aus?

Für unsere diesjährige Sommeredition haben wir für euch eine Ausgabe mit Texten entlang einer langen Assoziationskette zum Thema Daheim-Sein/Nicht-Daheim-Sein geplant. Unsere Autor_innen schreiben über Orte, an denen sie sich aufgehoben fühlen. Und über solche, die kein Zuhause sind. Sie berichten von tatsächlichen Reisen und davon, wie man sich im Inneren ein Daheim machen kann. Aber lest selbst:

Angelika steuert die autobiographische Skizze „Sonn!tag“ bei, in der sie die Vermischungen von Zuhause, Arbeit, Privatem und Politischen abhandelt. Im Hintergrund summen die Bienen im Garten und George Ezra singt im Radio.

Josi lebt und arbeitet seit zwei Jahre in Mexiko. Jetzt ist sie schwanger und hat beschlossen das Kind in ihrer alten Heimat Deutschland zu bekommen. In ihrem Text erzählt sie von ihren Gedanken dahinter und warum sie sich erst nach dieser Entscheidung auf die Geburt freuen kann.

Mareike hat vor zwei Jahren eine New-York-Reise gemacht. Allein. Für umstandslos kramt sie alte Erinnerungen aus ihrem Blog aus: „Meine Freunde heiraten! In New York. Ich will da hin, ich muss da hin. Reicht das Geld? Knapp! Aber ich muss es machen. Die letzte Reise ist schon so lang her. Viel zu lang. Vor den Kindern. Meine Güte, wann war das? 2010? Vor fünf Jahren?“

Karin erzählt in ihrem Text übers Urlaub-Machen ohne finanziellem Budget und über das Bedürfnis, aus dem Alltag auszubrechen.

In einem Interview mit Antonia stellt Sarah, die sich beim Verein Juno mit Wohnen für Alleinerziehende auseinandersetzt, ein besonderes Wohnprojekt in Wien vor.

Marika fragt sich in ihrem Beitrag: Wie soll eins mit Baby und Kleinkind den Alltag und seine Anstrengung nicht in den Urlaub mitnehmen?

Cornelia denkt in ihrem Text darüber nach, wo sie sich im feministischen Mütterdiskurs (im Netz) daheim fühlt und wo nicht (mehr).

Maren ist schwanger und schwankt: Sommerurlaub – Backpacken in Bangladesch oder Pommes im Park?

„Ich fühl‘ mich das erste Mal daheim“, stellt Katja in ihrem Beitrag fest. „Nach langer Geschichte des Umziehens als Kind, die sehr nachhaltig gewirkt hat, den Wohnungen mit Freunden und Weltreise, wo ich überall daheim war.“ Sie erzählt vom Raum-Aneignen und vom Sich-ein-Daheim-machen – im Innen und im Außen.

Wir freuen uns auf eine tolle neue Ausgabe. Danke an euch fürs Vorbeischauen, Schmökern und Kommentieren! Habt einen schönen Sommer ❤

Anna Lisa, Antonia, Catherine und Cornelia


 

Ausgabe: sommer. Oder: daheim/nicht-daheim.

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