Editorial: übergänge

übergänge

Im Dezember geht das Alte; im Januar kommt das Neue. Dazwischen ist Zeit zum Zurückschauen, zum Vorausblicken, zum Abschließen und Neu-Beginnen. Die Ausgabe übergänge. wird sich mit dem Dazwischen und dem Werden und Vergehen beschäftigen. 

M. wird von der Zeit zwischen dem Ende ihrer ersten Schwangerschaft, dem Wochenbett, der Trauer dabei und danach und der Vorbereitung aufs erneute Schwangerwerden erzählen.

Es wackelt, kracht und sortiert sich neu: Pubertät ist ein wenig so, als würden sich die Kontinentalplatten verschieben, mit ähnlichen Konsequenzen für alle Beteiligten. Kristin macht sich Gedanken zu den neuen Herausforderungen für die Familie, wenn Kinder zu Teenagern werden.

In ihrer Fotoserie Portrait of a Woman as a Mother visualisiert Gabriela Guganovic den Konflikt, den Frauen bezüglich ihrer individuellen Identität und ihrer Identität als Mutter verspüren können. Wir freuen uns, einige ihrer ausdrucksstarken Bilder zeigen zu dürfen, in denen dieser Zustand zwischen Frau-Sein und dem Dasein als Mutter so gut zur Geltung kommt.

Anna hat vor acht Monaten ihr erstes Kind bekommen. Antonia erzählt sie im Interview, wie sie den Übergang zum Mutterwerden erlebt hat. Was das Überraschende, was das Einfache und was das Schwierige war.

Cornelia teilt mit uns ihre Gedanken über das Älter- und damit Unsichtbarer-Werden und wie ihre eigene Mutterschaft ihr individuelles Gefühl des Alterns beeinflusst hat.

In ihrem Text Über das tägliche Scheitern beschäftigt sich Karin mit ihrem Versuch, die Realität mit der eigenen Idealwelt in Einklang zu bringen. Auch wenn sie dieses Scheitern oft als frustrierend empfindet, versucht sie ihren Fokus auf das zu lenken, was gelungen ist.

Wenn Eltern oder Bezugspersonen nach der Geburt der Kinder ihr Trans* „Coming Out“ haben (das heißt, dass die Kinder das „Coming Out“ mehr oder weniger miterleben), hat das spezifische Auswirkungen auf deren privates und öffentliches Leben. Dabei spielen sehr festgeschriebene Geschlechterstereotype eine große Rolle, welche sich in Mutter- bzw. Väterbildern noch stärker manifestieren als sonst auch schon. Rix wird sich mit der Theorie beschäftigen, dass bei Elternschaft die zwangsweise gesellschaftliche Einteilung in Zweigeschlechtlichkeit noch stärker ist als bei Nicht-Eltern, und das ein Abweichen von der Norm gesellschaftlich sanktioniert wird.

Auch bei uns haben sich Dinge gewandelt. Im nun dritten Jahr unseres Bestehens, ist Umstandslos ist auf den Server von diebin.at umgezogen und hat eine neue Emailadresse bekommen. Ihr erreicht uns jetzt unter redaktion(at)umstandslos.com

An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich bei all unseren Autor*innen und Leser*innen für das vergangene Jahr bedanken. Für viele spannende Beiträge, für euer Feedback und reges Interesse! Wir wünschen euch ruhige Tage und ein gutes Gehen vom Alten ins Neue.

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Ein Kommentar

  1. Pingback: Und manche Frauen sind auch Mütter. Eine Fotoserie. | umstandslos.

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