Mein Widerstand

Von Lovis

 

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Entwicklungspsychologie

In der Entwicklungspsychologie werden drei Dimensionen benannt, die uns schon bei den ersten Zellteilungen im Uterus formen, Anlage, Umwelt und Selbststeuerung.

Anhand vom Merkmal Größe leicht zu veranschaulichen: die Anlage gibt die Möglichkeit, die Umwelt gibt Ressourcen, wie Höhe der Nahrungszufuhr vor und die Selbststeuerung beeinflusst die Größe individuell mit Rauchen, Kaffeekonsum, Sport oder Magersucht.

Meine Eltern

Meine Eltern hatten beide keine schöne Kindheit, sind früh von zu Hause ausgezogen und haben sich Anfang der 1980er Jahre in der Besetzerszene  West-Berlins kennengelernt. Aber nach den letzten Räumungen, zerfiel alles, übrig blieben meine Eltern, in einer Mietwohnung im Kiez, mit Hund. Ich wuchs in den Ruinen dieser Utopie auf.

Wenn ich meine Eltern mit zwei Sätzen beschreiben müsste, würde ich behaupten, meine Mutter sei eine sensible, radikale Feministin und Vegetarierin, meinen Vater würde ich als gescheiterten Anarchisten bezeichnen. Gerecht würde ich ihnen damit nicht.

So viel zu der sozialen Situation, in die ich hinein geboren wurde.

Die Perspektive machts, u.a.

Ich bin mit zivilem Ungehorsam und Zivilcourage groß geworden und bin meinen Eltern zu tiefst dankbar!

Es gibt ein Buch mit Interviews mit erwachsenen Kindern aus Regenbogenfamilien. Die meisten Kinder sind ihren Eltern dankbar, für diese kritische Sicht auf die Gesellschaft, die aus ihrer Erfahrung heraus, anders zu sein, entstanden ist.

Viele widerständige Menschen, die ich kenne sind aus einer ungewöhnlichen Situation im Elternhaus heraus widerständig und queerdenkerisch geworden.

Auf diesen Weg setze auch ich bei meinen Kindern und schöpfe dabei aus dem Erfahrungsschatz meiner Kindheit.

Demokratische Erziehung

Das, was meine Mutter als antiautoritäre Erziehung praktizierte, hieß ,Grenzen nicht als Autoritätsperson vorzugeben und das Kind zum Gehorsam zu nötigen, sondern Grenzen zu erklären und sie dem Kind als logische und notwendig und somit als nachvollziehbar zu vermitteln.

Ich denke, dass demokratische Erziehung hierfür ein  passender Name ist, denn es geht auch darum Grenzen verschieben zu können, für sich zu argumentieren. Das ist etwas, das vielen Menschen schwer fällt, für sich zu sprechen und zu streiten, oder gar für andere.

Zivilcourage ist etwas sehr Aktives

Bei genauerer Betrachtung tut sich hier beim Schreiben für mich ein Problem auf, zum widerständig-sein Erziehen und (meine Auffassung von) Erziehung sind für mich ein und das selbe! Es ist kein auszuklammerndes Themenfeld, so wie „Windel frei-werden“, in jeder Interaktion, sind Statements verborgen, und Kindern ist es nur möglich, diese nach ihrem Erfahrungsraum und mit ihrem Selbst zu deuten, wobei sie aber auch die Haltung der Beteiligten sehr gut wahrnehmen.

Auch ist zivilcouragiertes Handeln etwas aktives und die Handlungsbereitschaft eines jeden Individuum, ist auf sein Selbstbewusstsein angewiesen! Darum ist es grundlegend zur Autonomie und zu Selbstbewusstsein erzogen zu werden, besser gesagt, im Umgang mit Kindern ist also stets darauf zu achten die kindliche Autonomie und sein Selbstbewusstsein nicht zu untergraben.

Studien haben gezeigt, dass Kinder sehr irritiert und ablehnend reagieren, wenn Haltung und Aussage einer Person nicht zueinander passen, also das Gesagte eine andere Haltung wiederspiegelt, als das nonverbal Kommunizierte. Wir als Eltern müssen authentisch sein. Kindern muss also nicht nur erklärt werden, dass das Geschlecht bei der Berufswahl oder der Liebe keine Rolle spielt, sondern es muss auch selbst geglaubt werden.

Das haben meine Eltern toll gemacht, als ich klein war.

Zivilcourage

Ich habe als Kind oft Zivilcourage erlebt, wenn ich Opfer oder Zuschauende war. Es hat mich beeindruckt, wenn ich die Angegriffene war und es ist für mich selbstverständlich mich einzumischen, wo immer ich Unrecht sehe. Manchmal heißt das auch, mit meinen Kindern schnell das Gefahrengebiet zu verlassen und leider die Polizei rufen zu müssen, oder besser, sicher zu stellen, dass sich andere einmischen.

An mich ist immer weitergegeben worden, dass es mich angeht, wenn ich Gewalt sehe, ob verbale oder körperliche, ob von einzelnen Personen oder einer ganzen Pegida-Demo, und das versuche ich auch meinen Kindern zu vermitteln. Wir alle leben in einer Gemeinschaft und sind auch alle für das Wohl dieser Gemeinschaft und für deren Harmonie und Funktionieren verantwortlich.

Es nützt weniger, dies immer wieder herunter zu beten. Wichtig ist, dieses Prinzip in jede eigene Handlung zu integrieren. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder die Zusammenhänge verstehen und: Wichtig sind Siege.

Meine Mutter ist oft nicht ernst genommen worden mit ihrer undiplomatischen Kritik, das hat mich entmutigt. Leider konnte ich aus diesen Situationen nicht ziehen, dass es etwas bringt, wenn meine Mutter den Mund aufmachte und ich wurde vorsichtig, was ich ihr erzählte. Was auch stark mit ihrem moralischen Anspruch an mich zu tun hatte. Nichts hat ihr je genügt, war mein Gefühl, weil nach ihrem Lob immer kam, wie es hätte besser gemacht werden können.

Das versuche ich heute anders zu machen. Ich lasse das Verbessern und versuche auch das Bewerten zu lassen. ganz nach Kontinuum Konzept. Wir sind nicht auf der Suche nach der Schuldigen, sondern nach Problemlösungen.

Ich erwarte von meinen Kindern, dass sie friedlich bleiben und respektvoll,wie sie das im Detail machen,ist ihnen überlassen.

Das Tolle mit den Erfahrungsräumen

Wir alle sind die Summe unserer Erfahrungen und der Spiegel unseres Gegenübers. Jede Erfahrung kann ein Kind nur mit seinen möglichen Erfahrungsräumen deuten. So ordnet ein Kind neue Eindrücke immer nach den bisherigen. Das bedingt, dass auch Umwelteinflüsse, von außen, durch bereits vermittelte Werte beeinflusst werden können. Ein Beispiel:

Ich habe Kind das Ende von Mulan ganz anders verstanden, ich bin schockiert, dass Mulan den Posten im Beratungsstab des Kaisers ablehnt um sich zu Hause ihrem Schicksal als Frau bereitwillig zu ergeben. Das hatte ich als Kind aktiv überhört, weil Mulan als Heldin für mich ganz klar emanzipiert genug war, um diese Stelle anzutreten, sie aber nach Hause musste, um ihre Eltern zu informieren.

Wenn ich zurück blicke, sehe ich es überall, in alle Kindergeschichten und Lieder habe ich Revolution, Feminismus, Antirassismus, Anti-Homophobie und Bekämpfung sexualisierter Gewalt hineininterpretiert.

Was wiederum mich in meiner Entwicklung zu einem widerständigen und revolutionsbegeisterten Menschen bestärkt hat.

Wenn mir die Gesellschaft zeigte, dass ich und die Werte, die ja auch mit von meinen Eltern kamen, unerwünscht waren, zeigte sie ja ihre hässliche Fratze und ich positionierte mich noch stärker auf Seite dieser Werte und ihrer Vertreter*innen, ohne in allem deckungsgleich mit ihnen zu sein.

Natürlich war es schwer, das Kind von revoluzenden Hippies zu sein. Es gab Nachteile in Ferienlager,  wo mir Betreuungskräfte dann glaubten es so richtig zeigen zu müssen und nach dem Anblick, oder einem Gespräch mit meinen Eltern, fest davon überzeugt waren, dass egal was passiert, es schon meine Schuld sein wird, da ich zweifels ohne eine Unruhestifterin sein werde; mit den Eltern anderer Kinder, zu deren Geburtstagen ich im nähsten Jahr dann manchmal nicht mehr eingeladen war, nach dem meine Eltern mich gebracht und abgeholt hatten und in der Schule. Die Demokratie, so meine Erfahrung, endet an der Schultür. Das ist der Knackpunkt, da wird ein Kind gebrochen, oder zumindest wird es dort oft am nachhaltigsten versucht.Meine Kinder werden keine Regelschule von Innen sehen.

Den Lehrenden, die sich mit meiner Kritik auseinander setzten bin ich dankbar, denn sie haben mir gezeigt, dass ich etwas verändern kann, die, die mir bedeuteten endlich einmal die Klappe zu halten, auch, denn so habe ich gelernt, dass noch viel zu kämpfen ist und, wie ich nicht ran gehen sollte.

Hierbei muss ich erwähnen, wie enttäuscht ich von meiner eigenen Generation bin, die sich selbst im Weg zu mehr Chancengleichheit und einem Humanistischem System stehen. Warum es so schwer ist sich zu beschweren und aufzustehen, habe ich erst spät begriffen. Die haben eben alle nicht meine Eltern und Erfahrungsräume und sind klein gemacht und gebrochen worden. Das wurde ich in meinen Peergroups auch, und wie, aber ich wusste im Gegensatz zu ihnen von klein auf, dass es falsch ist, dieses Wissen macht viel aus!

Ich habe eine Freundin gefragt, deren Eltern eher rechts sind und sie viel geprügelt und unterdrückt haben, wie sie sich zu so einer wunderbaren Frau entwickeln konnte. Sie hat für mich in ihre Tagebücher geschaut. Es waren mehrere Sachen, zwei sehr wichtig, ihre Freundinnen, die ihr sagten, dass es nicht normal ist, was bei ihr zu Hause passiert und dass sie Rechte hat und ihre Eltern sie nicht schlagen dürfen. Zu Hause bekam sie auf den Deckel, als sie verkündete, sie hätte Kinderrechte, aber das hat etwas in ihr verändert, es hat ihr erlaubt die Einstellung und das Verhalten ihrer Eltern als falsch an zusehen. Die andere tiefgreifende Erfahrung, war das Tagebuch von Anne Frank, diese tiefe innere Bewegtheit teile ich mit ihr. Sowie, erstaunlicherweise auch viele Kinderbücher.

Mein Vater unterstützt die These, dass Widerstand herausgefordert, geübt sein und erprobt werden muss. Ich denke allerdings nicht, dass es dazu eine beschissene Kindheit braucht. Auch harmonischen Häusern entspringt Widerstandsgeist. Obwohl im Leben der Menschen, die wirklich Großes geleistet haben und die sich gegen Diktatoren erhoben, gegen Unrechtssysteme kämpften, oft ein großes, privates Trauma zu finden ist. Ich habe oft Phollan Devi im Kopf, die den einzigen Baum der Familie verteidigt, daraus ihren Mut entwickelt und aus der ihr angetanen Grausamkeit zur Rächerin der Frauen wurde und ihr Raubesgut an Bedürftige verteilte. Eine dieser Biographien, die nicht zu fassen sind und mich tief beeindrucken.

Fazit

Jedes Wesen ist ein Individuum mit eigenen Schlüsselerlebnissen, in besonderen Entwicklungsphasen. (Die Wissenschaften vergessen das gerne, wenn sie versuchen, Schemata zu suchen und Muster zu erkennen.)

Jedes Kind erlebt widerständige Tendenzen und Vorbilder, denen es begegnet, ein Schlüsselerlebnis kann auch nur ein paar Sekunden umfassen, und wenn es in Wirklichkeit gar nicht so schön ist, Kinder neigen zum idealisieren, deuten Werte auch einmal um. Dem könnte zu Gute kommen, dass jedes Kind nach Harmonie strebt.

Am Ende muss ich sagen, dass es kein richtiges Rezept gibt, um aus Kindern zivil-couragierte Menschen zu machen. Auch schließen wir unsere Entwicklung nie ab, Bertha von Suttner, zum Beispiel hat erst mit 30 angefangen sich für etwas anderes, als, sich selbst zu interessieren.

Es ist mir ein Lottogewinn meinen Kindern diese Umgebung zu ermöglichen

Aber, was wir tun können ist die Schlüsselerlebnisquote hoch zu halten und die Kinder Ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Ich gestalte es so, dass es zu Hause bunt ist und wir auf Demos gehen. In Friedrichshain ist das für uns nicht schwer, die Kinder gehen an der berühmt gemachten Rigaer Straße in die Kita. Wir besuchen Küfas. Mama hat die Haare bunt, die Jacke voller Aufnäher und versucht immer Zivilcourage zu üben, wo sie gefordert ist. Wir haben viele verschiedene Freunde, gleichgeschlechtliche Paare, Hunde, lustige und stink-normale, liebenswerte Menschen, bei allen sozialen Kontakten wird auf Respekt geachtet und wir sagen wann uns was nicht passt! Hier gibt es Regenbogenfamilien, Frauen mit Adamsapfel, und viele, viele andere Menschen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung als Individuum ernst nehmen.


 


Lovis ist bald wieder Mathestudentin und bloggt auf Lovisraeubermutter.

Erschienen in: widerständig

Bild: (c) Lovis. Rahmen umstandslos

 

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2 Kommentare

  1. Danke für den guten und interessanten Text. Mir sind vom dem Hintergrund meiner Erfahrungen (nicht Hippie, aber selbsternannte 68er Eltern, nun selbst Papa) zwei Sachen aufgefallen.

    „Das, was meine Mutter als antiautoritäre Erziehung praktizierte, hieß ,Grenzen nicht als Autoritätsperson vorzugeben und das Kind zum Gehorsam zu nötigen, sondern Grenzen zu erklären und sie dem Kind als logische und notwendig und somit als nachvollziehbar zu vermitteln.“

    Das haben meine Eltern auch (zumindest reden sie so) auch praktiziert. Ich kann aber sagen, dass diese Erklärungen für ein (kleines) Kind nicht immer verständlicher sind, als das reine Aufzeigen von Grenzen. Die Erklärungen können auch so gestaltet sein, dass dem Kind trotzdem wenig Luft zum Atmen bleibt. Ich glaube, es kommt nicht immer darauf an, mit welcher Methode Grenzen gesetzt werden, sondern ob Kindern bei allem Autoritätsgefälle klar werden kann, dass ihr Wille und ihre Gefühle auch zählen. Eltern geben den Kindern immer total viel vor, daran lässt sich wenig ändern; ich gebe mir vor allem Mühe, mein Kind es selbst sein zu lassen und nicht ständig seine Empfindungen überzubügeln. Das gelingt nicht immer.

    Das Zweite ist wahrscheinlich eher Haarspalterei:

    „Das ist etwas, das vielen Menschen schwer fällt, für sich zu sprechen und zu streiten, oder gar für andere.“ Ich glaube manchmal, vielen Menschen fällt nichts schwerer, als für sich zu sprechen, wenn es um mehr als unmittelbare Vorteile (Egoismen) geht; für andere zu sprechen ist sogar einfacher, weil die eigenen Verletzbarkeiten dabei nicht so im Vordergrund stehen. Aber, wie gesagt, das mag Wortklauberei sein.

  2. Danke,
    zum letzten, nein, nein, es kommt auch immer auf den Menschen an, deshalb ist es ja so wichtig aufs Individuum(beeinflusst durch Umwelt, Anlage(zB Temperament soll vererbt werden)und Selbststeuerung) zu schauen, ich war als Kind ungeheuer Sensibel, ich habe ständig geweint und meine Mutter hat immer darauf geachtet mich noch mehr zu sensibilisieren, was zu einer Übersensibilisierung geführt hat, die ich um die 20 herum abbaute und reflektierte, Stück für Stück, lernte ich da auch meine eigenen Gefühle von denen anderer zu trennen,( auch einer der Gründe, warum ich bin, wie ich bin, ist, das ich unzählige Nächte die Filme Grüne Tomaten und die Farbe Lila ansah, Filme, die ich erfahren habe, während ich sie schaute). Ich hatte nämlich nicht gelernt mich mal abzugrenzen, um mich vom Leid der Welt zu erholen. Aber ein weniger sensibles Kind, hätte da vielleicht genau das richtige Maß an Sensibilisierung erfahren.
    Was die Autoritätsgeschichte an geht, auch wieder wichtig, welche Individuen da auf einander treffen, ich kann das KontinuumKonzept wirklich nur empfehlen, im Text ist ein Link, (das Buch gibt es günstig gebraucht, weil es so uralt ist), ich persönlich lehne jede Art von Autorität ab, Macht über ein anderes Individuum auszuüben, sehe ich als falsch an, das mag radikal klingen, ist jedoch die logische Schlussfolgerung, all meiner Prinzipien und Wehrte(was mich auch zum veganen Lebensstil und alternativ Recycling gebracht hat).
    Ich hasse es den Kindern etwas zu verbieten, ich spürte, wie ich meine Große brach, als ich ein paar Erziehungstips aus Büchern ausprobierte. Und ich merkte sehr schnell, dass so genannte Trotzanfälle, immer eine gemeinsame Ursache hatten, Kommunikationsprobleme. In dem ich meine Kinder nicht anlüge und darauf achte meine Aussagen zu erfüllen, vertrauen sie mir und haben erstaunlich wenig Trotzanfälle. (Was mir auch immer aus meiner Kindheit erzählt wird, so, wie, dass ich mir nie was gewünscht habe, ich wollte den Plastikscheiß nicht und war froh mit dem, was ich hatte, habe lieber gebastelt, Ausflüge gemacht, bin mit dem Rad rum gefahrn und so.)
    Eine andere Mutter aus der Kita meiner Großen sagte mal zu mir, ich hätte nicht dieses ganze Muttigequatsche drauf und erkläre meiner Tochter immer alles, und die verstehe auch echt alles!
    Ich denke Respekt ist immer das erste, ist der gegeben, dann bekommt das Kind aus Respekt auch alles, was es braucht. Das ist auch oft Zeit und Geduld, dadurch, dass ich die Kinder in Zwei Jahren Abstand bekommen hatte, hatte ich viel Zeit und habe auch einfach recht dickköpfige und doch Einfache Kinder, wir sind meistens ein Team und wenn nicht, versuche ich zu reflektieren, warum und kam immer zu dem Schluss, das eine Erwartungshaltung beim Kind provoziert, aber nicht erfüllt wurde, dem Kind aber nicht vermittelbar ist, oder einfach aus Unverständnis nicht vermittelt wurde, dass seine Erwartung nicht erfüllt werden kann. Dabei spielt dann das Vertrauen oder Misstrauen des Kindes eine große Rolle, hat es erlebt, dass behauptet wird, etwas sei alle, und es hat gesehen, dass es nicht wahr ist? Hat das Kind gesehen, dass die Bezugsperson wirklich schwer zu tragen hatte und versprach, dass sie am folgenden Tag bei dem Auto vor dem Laden anhalten und es dann darauf darf und es auch wirklich geschehen ist? Wenn ich mir die Mühe mache alles zu erklären, dann läufts, wenn ich mir den DM-Einkauf erleichtere, in dem ich meinem Kind ab und zu ein Quetschi kaufe, wird es anfangen um dieses zu kämpfen, da es nicht versteht, warum es immer eines bekommt, wenn ich erschöpft bin- wenn ich hin gegen strickt sage, such dir eines aus, wir schauen, was drin ist, kaufen das Obst im Bioladen und machen zu hause damit einen Smoothie, der weniger Abfall produziert und viel günstiger ist, obwohl wir davon dann viel mehr haben, weiß mein Kind, wie die Dinge ein zu ordnen sind (beides Alltagsbeispiele, aus dem Leben mit meinen Kindern). Meine Mutter hat viel zu sehr über mir gestanden, aus dieser Erfahrung heraus versuche ich es anders zu machen, natürlich gelingt es mir nicht immer und wenn ich total fertig bin, dann schreie ich meine kinder auch mal an, aber ich entschuldige mich, denn das darf ich nicht, was mir meine Große mirt Drei dann auch an den Kopf warf und mich verstummen ließ.

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