Editorial: Sommeredition

Unsere diesjährige Sommeredition hat keinen Themenschwerpunkt, sondern beinhaltet Texte aus den verschiedensten Ecken feministischer Mutter*schaft. Eigentlich wollten wir über den Sommer drei Monate ein bisschen reduziertes Programm machen. Mehr Eis essen, abkühlen und untertauchen. Aber Aufrufe und Anfragen brachten uns diesmal wieder so viele schöne, nachdenkliche, laute, leise und besondere Beitragsvorschläge, dass wir auch in den kommenden Wochen (fast) jeden Freitag einen neuen Artikel veröffentlichen können. Ein großes, buntes und warmes Shout-out an dieser Stelle an unsere wunderbaren (Gast-)Autor*innen: Ihr seid wirklich großartig! Danke, dass ihr umstandslos möglich macht ❤

Sommerzeit ist Festivalzeit. Doch wohin mit den Kleinen, während die Eltern an einem mehrtägigen Festival teilnehmen? Mitnehmen ist die Antwort des Leise Art Festivals, das heuer von 26. bis 28. August zum ersten Mal im niederösterreichischen Kamptal stattfindet und ein Programm bietet, das für Kinder ebenso wie für Erwachsene tauglich ist. Wir finden, das ist eine sehr schöne Idee. Antonia hat Saskya Rudigier, eine der Organisatorinnen, im Vorfeld um ein Interview gebeten.

Sommerzeit ist auch Ferienzeit. Aber nicht alle Eltern sind Lehrer*innen oder Kindergartenpädagog*innen. Oder wohnen in einer Stadt mit leistbarer Ferienbetreuung. Oder haben Großeltern im Haus. Für viele Eltern heißt Sommer vor allem Betreuungsnotstand. Frau Naijn treibt in ihrem Text „Sommerferien on a Budget“ die jährliche Frage um, wie sie und das Kind sechs Wochen herumbekommen, wenn Geld und Betreuung knapp sind und das Elter arbeiten muss.

Manchmal hat Hanna das Gefühl, dass die Kleinfamilien in ihrer Umgebung eigene kleine Universen sind, in die sie als „kinderloser“ Mensch immer jeweils nur einen Abstecher machen kann, ohne wirklich eingebunden zu werden. Dass das so ist, hat (auf beiden Seiten) so seine Gründe – auch darüber denkt sie in ihrem Text nach.

Wenn man als Feministin ein Mädchen bekommt, weiß eins, wie man es zu erziehen hat: zu einem selbstbewussten, mutigen Kind, das sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, oder? Was macht man aber mit den Jungs …? Melanie stellt für umstandslos Überlegungen zur feministischen Erziehung von Buben an.

Lisa schreibt über das Eltern-Sein in unserer aktuellen Gesellschaft zwischen Rechtsruck, Klimawandel und Kapitalismus.

Frau Taugewas spürt in ihrem Beitrag dem Allgemeinplatz vom „Kind, das ich mir immer gewünscht hab“ nach. Denn: „Dieser Satz, so romantisch er auch klingen mag, stößt mir bitter auf. Die Vorstellungen und Erwartungen, die ich in der Schwangerschaft oder auch in der Babyzeit meines Sohnes hatte, sind teilweise völlig anders als die Realität.“

Anna schreibt über die Idee einer Co-Elternschaft: „Ich wollte immer ein Kind. Mit einer Freundin hecke ich einen Plan aus: Wir teilen uns eines. Ob das klappt? Und was braucht es vorher? Und wie werde ich schwanger?“

Karin berichtet uns von ihrem geplanten Fotoprojekt zum Thema Körperbilder von Frauen* in unserer Gesellschaft.

Die Beziehung zwischen Eltern und Kind ist vielfältiger als Muttermythen weismachen wollen. Über Bindungsprobleme mit dem eigenen Kind erzählt Dani in ihrem Text.

Cornelia hat kürzlich zwei Wochen mit dem Kind im Krankenbett verbracht. Zum Zeitvertreib gab’s allerlei Filme – mit spannenden Mädchenfiguren, aber wenig Freund*innen. Für die Sommerausgabe denkt sie deswegen über die Motive romantische Zweierbeziehung und Freundschaft im Kinderkino nach.

Daniela liest über den Sommer „Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung“ (Heinz-Jürgen Voß und Michaela Katzer, Hg. 2016., Gießen/Pszchosoyial Verlag) und schreibt eine Rezension darüber. Das Buch verspricht eine praxisorientierte Betrachtung von „Selbstbestimmung“ aus sexualwissenschaftlich-akademischer und auch aktivistischer Perspektive. Die Beiträge behandeln unter anderem Asexualität, Behinderung, Inter- und Transsexualität.

Wir wünschen euch eine schöne Sommerzeit mit viel Barfuß, Kirschen und Hängematte. Habt es schön!

Anna Lisa, Catherine, Cornelia

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Ein Kommentar

  1. madameflamusse

    Das klingt super, freue mich auch die Texte 🙂

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