Editorial: im fluss

Fruchtwasser, Blasensprung, Blut, Wochenfluss, Muttermilch, (Baby)Urin, ausgespuckte Milch…. In Zeiten von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist vieles im Fluss. Körperflüssigkeiten spielen unter Umständen eine intensivere Rolle als sonst im Leben. Damit möchten wir uns in dieser Ausgabe auseinandersetzen. Aber nicht nur. Bei den Vorbereitungen haben wir uns gefragt, welche Themen unbedingt vertreten sein sollten, wenn es um Körperflüssigkeiten geht. Dabei erschien uns neben den oben genannten auch Menstruation(sblut) sehr zentral. Ihre (Ent)Tabuisierung ist ein wichtiges Feld feministischer Auseinandersetzung und keinesfalls abgeschlossen.

Menstruationstassen und andere Alternativen zu Tampons und Binden haben in den letzten Jahren eine größere Verbreitung gefunden. Welche Erfahrungen Maria damit gemacht hat, auch im Zusammenhang mit Menstruationsschmerzen, werden wir in ihrem Beitrag nächste Woche lesen.

mahagoni auf porzellan ist der schöne Titel eines Gedichts von Katja, das den lyrischen Körperflüssigkeitsbeitrag liefert. Katja schreibt diesmal außerdem über Milchmeererfahrungen, blutige Laken und Co, sowie diverse Körperflüssigkeitsentleerungen während der Geburt und sie rezensiert Luica Francias Drachenzeit: Die verborgene Kraft der Menstruation für uns.

In einem zweiteiligen Beitrag setzt sich Cornelia mit Menstruation in der feministischen Kunst und Fotografie seit den 60er Jahren (Teil 1, Februar) sowie mit Menstrual Activism (Teil 2, März) auseinander.

Anna Lisa berichtet von ihren Erfahrungen mit Körperflüssigkeiten während der Zeit des Wochenbetts, in der zu ihrer Überraschung nicht nur der Wochenfluss sprudelte.

DIY Monatshygiene? Antonia hat zwar selbst noch keine Erfahrungen damit gemacht, bei ihrer Recherche hat sich aber, wie so oft im Internet, eine eigene Anleitungswelt aufgetan. Wir dürfen gespannt sein, wie mensch Binden selber nähen, oder waschbare Tampons häkeln kann.

Ein Thema, das wir ebenfalls beleuchten wollen, ist Menstruieren in Krisengebieten/-situationen. Was bedeutet es, in einem Flüchtlingslager o.ä. zu leben, wo Hygieneartikel, saubere Sanitäranlagen, oder auch Privatsphäre nicht (immer) vorhanden sind?

off-topic Veranstaltungsankündigung: Am 13.2. findet in der Frauenhetz – feministische Bildung, Kultur und Politik – in Wien ein Abend mit dem Titel Mutter sein dagegen sehr – Reflexionen zu mütterlichen Aufbrüchen statt. In der Ankündigung heißt es: Der feministische „Aufbruch“ gilt zweifach: als Aufbrechen einer (patriarchalen) Mutterkonstruktion und als Aufbruch im Sinne von sich auf die Suche begeben nach individuellen mütterlichen und selbstbestimmten Lebensentwürfen. Karin Steger (Autorin von „Hättest halt kein Kind gekriegt“) und Gerlinde Mauerer (Autorin von „Medeas Erbe: Kindsmord und Mutterideal“) werden eigene Texte, sowie Texte von feministischen Wissenschaftlerinnen lesen und zur Diskussion stellen. Antonia wird die Veranstaltung besuchen und ihre Eindrücke in einer Nachlese am 18.2. mit uns teilen.

Wir freuen uns auf die Beiträge der nächsten zwei Monate und sind gespannt, was eure Erfahrungen und Gedanken zu diesen Themen sind!


Ihr findet alle Texte dieser Ausgabe hier: im fluss (Februar/März 2015)

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