Fucking for Schwangerschaft

von lütkenhön

Manche Frauen werden ratzfatz schwanger, und manche nicht. Ich bin grade 39 geworden und wünsche mir schon eine ganze Weile ein Kind. Und genauso lange versuche ich schwanger zu werden, bisher auf rein natürlichem Wege und ohne Erfolg. Meine Trauer darüber soll hier aber nicht Thema sein, dazu schreib ich vielleicht mal an anderer Stelle was.

Fucking for Schwangerschaft – meine tollkühne Herangehensweise: viel Sex ohne Verhütung, besonders an meinen fruchtbaren Tagen. Künstliche Befruchtung, Hormonbehandlung und dergleichen sind (noch) keine Option für mich. Viel Sex ist kein Problem: Ich mag Sex, finde Sex wichtig und toll und entwickle mich sexuell gerne weiter und probiere Sachen aus. Ich werde mit dem Alter immer experimentierfreudiger. Bei meinem Freund ist es ähnlich und so haben wir oft Sex. Früher haben wir Kondome benutzt, heute lassen wir sie weg.

Meine fruchtbaren Tage habe ich eine zeitlang mithilfe eines Ovulationstests bestimmt, Stichwort Eisprung und LH-Anstieg. Meine Frauenärztin hält nicht viel von diesen Tests da teuer und Spaßbremse. Das Gerät des Marktführers hat ein Digitaldisplay, wahrscheinlich um den hohen Preis zu rechtfertigen. Man pisst auf einen Teststreifen, und wenn danach ein Smiley auf dem Display erscheint, hat man angeblich den Zenit seiner Fruchtbarkeit erreicht; hätte ich das Ding designt, würde „jetzt vögeln“ auf dem Display stehen. Ich habe das ein paar Monate gemacht und bei mir erschien immer irgendwann ein Smiley. Und dann hab ich gevögelt. An den Tagen vorher und nachher ebenfalls, zur Sicherheit.

Ich erwäge zusätzlich noch einen Handstand, nachdem mein Freund abgespritzt hat, das habe ich als Jugendliche in einem Film gesehen – war es “Antonias Welt?” – damit der Samen sich optimal im Unterleib verteilt und schneller mehr Angriffsfläche hat. Wenn ich dafür zu faul bin oder es mir übertrieben erscheint, mache stattdessen eine Schulterbrücke im Bett.

Und ich trage ein Yoniei. Das ist, in meinem Fall, ein glatt geschliffener Rosenquarz in Eiform, ungefähr so groß wie ein Hühnerei, den man sich wie einen Tampon einführen kann. Mit dem eingeführten Ei kann man Übungen machen, was die Vaginalmuskulatur stärkt, den Unterleib besser durchblutet und Gebärmutter und Eierstöcke anregt und massiert. Ich stehe auf das Ei, und es eignet sich auch für Pimp-your-Alltag, ein bißchen so wie ohne Unterhose in den Supermarkt zu gehen (falls einem solche Dinge einen Kick geben).

Wenn ich überlege was ich sonst noch tun könnte um meine Chancen auf natürlichem Wege zu erhöhen, kommt am Ende raus: locker bleiben und genussvoll vögeln. Ob das stimmt, weiß ich nicht, tolle Anregungen sind willkommen.


Erschienen in: des nächtens.

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6 Kommentare

  1. Marika

    Wie sieht´s denn aus mit dem Mann und seinem wertvollen Saft? Ich meine, dass ja nicht nur du dir Gedanken machen solltest, wie du die Chancen erhöhen kannst. Seine körperliche und geistige Gesundheit, Einstellung zum Eltern werden und Familiengründung, etwaige Fragen, Ängste u.ä. spielen ebenso eine Rolle beim Schwangerwerden.

  2. berit

    Eine Dame aus meinem Geburtsvorbereitungskurs hatte eine App, die ihr anzeigt, wann sie besonders fruchtbar ist, war auch gleichzeitig Regelkalender und somit doppelt praktisch. Ansonsten denke ich, ist ruhig bleiben und einfach genussvoll weiter üben immer noch die beste Methode.

  3. Kathi

    Ich erinnere mich an eine Bemerkung einer Physiotherapeutin darüber, dass oft Unfruchtbarkeit mit der mangelnden Durchblutung/ Verklebungen (oder so, bitte nicht medizinisch genau nehmen) der Organe zu tun hat und gezielte Übungen und Massagen angeblich guten Erfolg bringen. Die Fruchtbarkeitsmassage wird auf der Seite babycenter (http://www.babycenter.de/a33624/fruchtbarkeitsmassage-bei-kinderwunsch) gepriesen…. who knows… Ostheopathie, Achtsamkeitsmeditation, Wünsche ans Universum schicken, den Wunsch aufgeben, auf Urlaub fahren und andere Pläne machen, Stress (im Sinn von „jetzt passts grad garnicht“) – alles hab ich schon als wirksame Methode gehört.
    Alles Gute jedenfalls!

  4. Neeva

    Gilt es als natürlich, die Gesundheitsverfassung abzuprüfen? Ungefähr 10 Prozent der europäischen Bevölkerung haben einen Hashimoto, im Prinzip eine Schilddrüsenunterfunktion. (Ich gehöre dazu.) Und so etwas kann durchaus die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, lange bevor andere Symptome merkbar sind.
    Kann jeder Arzt mit einer einfachen Blutabnahme überprüfen.

  5. kathleen

    natürlich? wtf. nur sex mit penis und vagina erschafft natürliche kinder? und die anderen sind die dann künstlich? cyborgbaby. neinnein. die wortwahl find ich doof. wie wäre es mit traditionell oder konservativ oder normativ angepasst?

    liebe grüße von der, die auch ganz natürlich ein kind bekommt. ich kaufte sperma und inseminierte – ganz natürlich.

    ps: ich hatte ein Vaginalspekulum und habe die monatlichen zustände meines gebärmutterhalses beobachtet und ein gefühl und blick für meine eisprünge bekommen… viel glück jedenfalls weiterhin, falls es noch nicht geklappt hat!

  6. Nichts für ungut, locker bleiben trotz Kinderwunsch ist ja sehr löblich… Auch der Anfang dieses Artikels liest sich sehr witzig. Aber was genau ist „schon lange“? Ein halbes Jahr, 5 Jahre, 10 Jahre? Mein Partner und ich haben nach 1 Jahr schon mal über künstliche Maßnahmen gesprochen. Und nach 2 Jahren weiter. Und wenn es nicht klappt, wird das definitiv ein Thema sein. Nur Offenheit beim Sex allen bringt’s halt auch nicht in allen Fällen und ich finde es sehr komisch, davor die Augen zu verschließen und lustvoll abzuwarten oder so. Dadurch verliert man doch nur Zeit. Bin fast 32 und das reicht auch schon. Ich weiß, niemand mag die tickende Uhr als Sinnbild weiblicher Vergänglichkeit. Aber sie zu ignorieren, ist auch naiv. Das schmerzt, meistens v.a. die, die nicht dran denken wollen (nehme mich selbst nicht aus).

    Warum man jeden Monat diese Umweltverschmutzung digitaler OPKs (ovulation prediction kits) mitmachen muss, kann ich aber nicht nachvollziehen. OPKs gibt es auch viel günstiger und weniger aufwändig verpackt in der Großpackung zu kaufen. Funktioniert genauso und es gibt auch keine lächerlichen Vögel-Smilies. (Ein Häschen wäre auch geil.) War trotzdem ein cooler Aufhänger, muss ich sagen, weil ich die blöden Sprüche, die lächelnden Weiber usw. auf den Packungen an sich auch immer sehr dämlich finde.

    Trotzdem: Wer Kinder will, sollte sich vielleicht über alle Aspekte informieren, da kann ich mich einer Vorrrednerin hier nur anschließen. Ich weiß natürlich nicht, wie die Autorin zu ihrer Situation gekommen ist, aber das wird ja auch komplett ausgelassen. Dabei wäre es wichtig. Kann sein, dass man den Liebsten erst mit 37 findet, okay. Aber ohne Hintergrund liest es sich halt so, als ob hier gar kein Interesse an der Realität der Kinderwunschproblematik besteht. Statt dessen beschränkt sich alles auf lustige Worte. Danke für die Lacher, aber ob denjenigen, die ähnliche Sorgen haben, mit so einem Beitrag viel geholfen ist…? Oder was war eigentlich die Intention?

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